Zentrale Notaufnahme
Schnelle Hilfe rund um die Uhr
Die Zentrale Notaufnahme ist erster Anlaufpunkt für alle Notfallpatient*innen. Als interdisziplinäres und multiprofessionelles Team aus Ärzt*innen und speziell geschultem Pflegepersonal versorgen wir akute lebensbedrohliche Erkrankungen aus den Fachbereichen Allgemein- und Viszeralchirurgie, Unfallchirurgie und Orthopädie, Gefäßchirurgie, Kardiologie, Gastroenterologie, Geriatrie, Gynäkologie und Geburtshilfe und sowie Palliativmedizin.
Medizinische Schwerpunkte
- Erstversorgung von Herzinfarktpatienten in der zertifizierten Chest Pain Unit (Brustschmerzeinheit)
- Versorgung von Schwerstverletzten
- Lokales Traumazentrum nach DGU
- Alterstraumazentrum
- Erstversorgung von Sportverletzungen, Arbeitsunfällen (D-Arzt-Verfahren), Verletzungen des Bewegungsapparates und des Körperstamms
- Erstversorgung von Kopfverletzungen
- Reanimationen / Wiederbelebungen
- Erstbehandlung von Schlaganfallpatienten in der Stroke Unit
- Versorgung von Patienten mit Schocksymptomatik
- Erstbehandlung von akuten Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes
- Erstbehandlung von gynäkologischen Notfallpatientinnen
02602 684-555
Unter dieser Nummer erreichen Sie unsere Zentrale Notaufnahme (rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr).
Notaufnahme
Haben Sie einen lebensbedrohlichen Notfall, rufen Sie bitte umgehend den Notruf 112. Sie bekommen innerhalb weniger Minuten Hilfe und der Rettungsdienst transportiert Sie umgehend in ein Krankenhaus.
Wichtige Symptome für einen lebensbedrohlichen Notfall:
- Akuter Brustschmerz
- Akute Atemnot
- Bewusstseinseintrübungen
- Akute Sprachstörungen
- Akute Lähmungen
- Schwere Verletzungen
- Vergiftungen
- Akut auftretende stärkste Schmerzen (Bsp.: stärkste Kopfschmerzen)
Organisatorischer Ablauf
In der Versorgung von Notfallpatient:innen ist die Zeit ein kritischer Faktor. Es gibt Akutsituationen, in denen wenige Minuten über die Rettung eines Menschenlebens entscheiden können. Lebensrettende Maßnahmen für schwer erkrankte oder schwer verletzte Patient:innen haben Vorrang!
Bitte haben Sie Verständnis, dass es in der Zentralen Notaufnahme zu längeren Wartezeiten kommen kann.
Unmittelbar nach der Ankunft eines bzw. einer Patient*in in der Zentralen Notaufnahme wird die Dringlichkeit der Behandlung nach international anerkannten Kriterien standardisiert eingeschätzt. Dazu nutzen wir den ESI (Emergency Severity Index), durch den wir anhand Ihrer geschilderten Symptome eine Behandlungsdringlichkeit festlegen. Hierfür werden in bestimmten Fällen bereits die ersten Messwerte erhoben wie Atemfrequenz, Herzfrequenz und Sauerstoffsättigung. Der Zeitpunkt Ihres Behandlungsbeginns wird daher durch Ihre Erkrankungs- bzw. Verletzungsschwere festgelegt, nicht unbedingt durch den Zeitpunkt Ihres Eintreffens in der Zentralen Notaufnahme. Nach Abschluss der Erstversorgung können Sie als Notfallpatient*in entweder das Herz-Jesu-Krankenhaus mit einer persönlichen Therapieempfehlung (zum Beispiel für den Hausarzt) verlassen oder Sie werden, wenn nötig, stationär bei uns aufgenommen und weiterbehandelt.
Ein multiprofessionelles Team aus Ärzt*innen mit notfallmedizinischer Erfahrung und speziell geschultem Pflegepersonal versorgt jährlich rund 18.000 Notfallpatient*innen in der Zentralen Notaufnahme. Die Behandlung erfolgt nach aktuellstem medizinischen Wissensstand und basiert auf den ständig überprüften Leitlinien.
Die Notaufnahme im Herz-Jesu-Krankenhaus verfügt über 15 Behandlungsplätze mit modernen Überwachungseinheiten für jede*n Patient*in. Zusätzlich werden besonders schwer erkrankte bzw. verletzte Patient*innen in unserem Schockraum versorgt. Dieser Raum erfüllt spezielle Anforderungen für eine adäquate Versorgung dieser Hochrisikopatienten. Patient*innen mit multiresistenten Erregern bzw. mit Infektionserkrankungen werden in speziell ausgestatteten Einzelzimmern erstversorgt.
Erforderliche Untersuchungs- und Therapieeinheiten wie Computertomographie, Operationsabteilung, Intensivstation, Endoskopieeinheit und Herzkatheterlabor bzw. Angiographiearbeitsplatz befinden sich in unmittelbarer Nähe zur Zentralen Notaufnahme.
Wir sind grundsätzlich darum bemüht, die Patient*innen in der Zentralen Notaufnahme so schnell wie möglich zu behandeln. Allerdings kann es vorkommen, dass Patient*innen, die nach Ihnen in die Notaufnahme kommen, vor Ihnen behandelt werden. Die Wartezeit richtet nach der Erkrankungs- bzw. Verletzungsschwere des Patient*innen.
Je schwerer ein*e Patient*in erkrankt bzw. verletzt ist, desto schneller muss eine ärztliche Behandlung erfolgen. Der Behandlungsablauf wird zusätzlich von personellen und räumlichen Kapazitäten bestimmt. Auch bei geringerem Patientenaufkommen kann es sein, dass Patient*innen mit komplexen medizinischen Notfällen mehr Aufmerksamkeit, etwa für weitergehende Untersuchungen, benötigen. Dadurch kann es ebenfalls zu Wartezeiten kommen.
Als Patient*in erreichen Sie die Zentrale Notaufnahme in Dernbach über den Haupteingang, wenn Sie eigenständig zu uns kommen. Aber auch Rettungsdienste bringen Patient*innen zu uns, in der Regel im Krankenwagen über die Liegendanfahrt. Auch diese Patient*innen werden von uns nach Behandlungsdringlichkeit versorgt.
Insgesamt ist es unser Anliegen, allen Notfallpatient*innen eine umfassende medizinische Versorgung anzubieten. Wir bemühen uns, Ihre Wartezeit möglichst kurz zu halten und danken Ihnen für Ihr Verständnis, sollte es doch einmal länger dauern.
Was Sie mitbringen sollten, wenn Sie in die Notaufnahme kommen:
- Krankenhauseinweisung des behandelnden Arztes
- Unterlagen des behandelnden Arztes
- Ihre Versichertenkarte der Krankenkasse
- Ggf. Unterlagen zu privaten Zusatzversicherungen (z.B. Chefarztbehandlungen, Ein- oder Zweibettzimmer)
- Ihren Medikamentenplan bzw. eine aktuelle Medikamentenliste (auch pflanzliche Präparate)
- Ggf. Allergieausweis, Herzschrittmacherausweis, „Marcumar“-Pass, Mutterpass, Notfallausweis
- Impfausweis
- Falls vorhanden/erforderlich: Röntgenbilder auf CD/DVD
- Ihre Patientenverfügung und/oder -vollmacht
- Kontaktdaten von Angehörigen, Heim, etc.