Zentrum für Endoprothetik

Beweglichkeit neu erleben

Bei uns steht Bewegung im Mittelpunkt. Unser Ziel ist es, die größtmögliche schmerzfreie Mobilität wiederherzustellen – damit Spaziergänge, Radtouren oder der Alltag wieder unbeschwert möglich sind. Mit moderner Endoprothetik und individueller Therapie unterstützen wir Sie dabei, Gelenkbeschwerden zu überwinden und Ihre Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.

Zur Therapie des Gelenkverschleißes stehen verschiedene Behandlungsmethoden zur Verfügung. Hierzu zählt nach Ausschöpfen anderer Therapieformen die Operation mit Gelenkersatz.

Im Rahmen unserer endoprothetischen Sprechstunde wird die individuell am besten passende Lösung gefunden zur Wiederherstellung Ihrer Beweglichkeit. Auf der Basis jahrelanger Erfahrung erhalten Sie eine ausführliche Erläuterung der Abläufe vor, während und nach der Operation.

Termine nach Vereinbarung.
Die Endoprothetik-Sprechstunden sind in die Sprechstunden integriert. Wir bitten um vorherige telefonische Terminvereinbarung.

MVZ Westerwald | Diez
Endoprothetische Sprechstunde

Dienstag | Mittwoch | Freitag
10.00 bis 12.00 Uhr
Telefon 06432 92700

Herz-Jesu-Krankenhaus
Endoprothetische Sprechstunde

Montag
13.00 bis 14.00 Uhr
Telefon 02602 684-272

Bitte bringen Sie zum Termin bereits vorhandene Vorbefunde, Röntgen- oder MRT-Bilder mit.

Auch nach Ihrer stationären Entlassung unterstützen wir Sie. Mit ausführlichen Tipps und Ratschlägen informieren wir Sie über Ihre Gelenkprothese. Hierzu zählen auch bebilderte Trainingsempfehlungen, mit denen Sie den Heilungsprozess fördern.

Künstliche Gelenke

Wann ist eine Operation notwendig?

In der Regel empfehlen einer oder beide Hauptoperateur:innen gemeinsam, ob und wann eine endoprothetische Versorgung sinnvoll ist. Angepasst an die Gesamtsituation des bzw. der Patient*in (u.a. Lebensalter, Ausmaß des Gelenkverschleißes, Aktivitätsmuster)  wird die individuell passende Prothese implantiert.

Routinemäßig wird ein sogenannter Oberflächenersatz des Gelenkes durchgeführt. Daneben werden auch maßgeschneiderte Knietotalendoprothesen implantiert. Bei Patient*innen mit Nickel-Chrom-Kobalt-Allergie werden spezielle hypoallergene Prothesen mit Titan-Niob-Nitrit-Beschichtung verwendet.

Achsgeführte Prothesen werden eingesetzt, um eine Bandinstabilität zu kompensieren.

Im Falle einer Wechselprothese werden achsgeführte modulare Implantate verwendet, die nicht nur das die verringerte Bandstabilität ausgleichen, sondern auch große Knochendefekte versorgen.

Überwiegend werden zementfreie Pfannen und Schäfte in Kombination mit Keramikköpfen implantiert. Die Oberfläche der Pfannen und der Schäfte besteht aus reinem Titan, die zusätzlich mit einem speziellen Plasma beschichtet ist, welches das Einwachsen der Prothese beschleunigt.

Die Gelenkflächen bestehen aus hochwertigem Polyethylen (oft mit Zumischung von Vitamin E), das den Abrieb reduziert.

Liegt eine Osteoporose vor, kommen überwiegend zementierte Pfannen und zementierte Schäfte zum Einsatz, mit denen ebenfalls gute und langlebige Ergebnisse erzielt werden.

Wechseloperationen

Im Falle einer Wechselprothese werden achsgeführte modulare Implantate verwendet, die nicht nur die Bandinstabilität ausgleichen, sondern auch große Knochendefekte versorgen.

Über uns

Das Zentrum für Endoprothetik Dernbach/Westerwald setzt sich aus der Klinik für Unfallchirurgie des Herz-Jesu-Krankenhaus in Dernbach sowie der orthopädischen Praxis in Diez zusammen. Der sogenannte operative Standort ist im Herz-Jesu-Krankenhaus in Dernbach angesiedelt. Hier finden sich die Operationssäle, die Bettenstationen sowie alle notwendigen logistischen Einrichtungen.

Im Zentrum für Endoprothetik Dernbach werden Implantationen von Knie- bzw. Hüftprothesen sowie Knie- bzw. Hüftprothesenwechsel durchgeführt. Weiterhin werden Frakturprothesen implantiert, d. h. Prothesen, die zur Versorgung einer Oberschenkelhalsfraktur notwendig sind.

Das Zentrum für Endoprothetik Dernbach arbeitet auf der Basis von standardisierten Behandlungspfaden, um eine gleichbleibend hohe Versorgungsqualität zu sichern. Diese richten sich sowohl nach den gesetzlichen Anforderungen als auch den Leit- und Richtlinien der Fachgesellschaften.

Die in den Behandlungspfaden dargelegten Abläufe sind umfassend und reichen von der präoperativen Vorbereitung mit Aufklärung über die Operation über die stationäre Aufnahme und Durchführung der Implantation einer Prothese oder eines Prothesenwechsels die postoperative Mobilisierung des Patienten bis zur Entlassung in eine ambulante oder stationäre Reha-Maßnahme, einschließlich der Behandlung nach der Entlassung aus der Reha-Klinik. Die Operationen werden präoperativ digital geplant, um die individuell passende Prothese auszusuchen.

Ein kompetentes Netzwerk

Um die optimale Versorgung der Patient*innen umfänglich zu gewährleisten, hat das Zentrum für Endoprothetik Dernbach Kooperationsvereinbarungen mit internen Kooperationspartnern sowie mit vier externen Kooperationspartnern abgeschlossen.

Die Kooperationspartner sind für die sogenannten Stützprozesse zur Implantation einer Knie- bzw. Hüfttotalendoprothese verantwortlich.

Klinik für Intensivmedizin, Klinik für Radiologie, Interventionelle Radiologie und Nuklearmedizin, Klinik für Gefäßchirurgie, Klinik für Kardiologie, Klinik für Gastroenterologie sowie Physiotherapie und Sozialdienst des Herz-Jesu-Krankenhauses.

  • MVZ für Laboratoriumsmedizin Koblenz/Mittelrhein, Koblenz, Herr Dr. med. Thomas Mertes
  • Strahlentherapie/Radiologie Dr. von Essen, Koblenz
  • Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung Frankfurt Herr Prof. Dr. Daecke
  • Pathologisches Institut Herr Dr. med. Gustmann, Limburg

Die technische Orthopädie wird durch zwei Sanitätshäuser gewährleistet, die beide über die entsprechende Zertifizierung verfügen.

Auch die Implantathersteller sind zertifiziert. Das Endoprothetikzentrum Dernbach kooperiert mit:

  • Fa. Smith & Nephew
  • Fa. Speetec DJO
  • Fa. Corin Conformis

Um die endoprothetische Versorgung so sicher wie möglich zu gestalten, verfügt das Zentrum für Endoprothetik Dernbach über ein Risikomanagement. Dieses umfasst neben den standardisierten Behandlungspfaden auch über ein Komplikationsmanagement. Damit stehen auch für Sonder- und Notfälle weitere Fachteams im Hintergrund bereit.

Zusätzlich wird die Patientenzufriedenheit über kontinuierliche Befragungen geprüft und ausgewertet. Gleiches gilt für die ärztlichen Kollegen, die die Einweisungen in das Zentrum für Endoprothetik Dernbach vornehmen. Hieraus wird ein umfassendes Bild über die Bewertung der endoprothetischen Leistungen gewonnen und eine stetige Optimierung ermöglicht.

Das Zentrum für Endoprothetik Dernbach/Westerwald nimmt am Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) teil. Die Teilnahme am Endoprothesenregister Deutschland ist für Patient*innen freiwillig. Im Rahmen des Endoprothesenregisters Deutschland werden die Daten der Patient*innen ohne direkten Bezug auf den oder die Patient*in (pseudonymisiert) an die Registerstelle elektronisch übermittelt. Dort werden diese für einen Zeitraum von 30 Jahren gespeichert und für statistische Zwecke ausgewertet.

Die Ergebnisse dieser Statistiken werden veröffentlicht, um die Qualität der Knie- und Hüftendoprothetik in Deutschland verbessern zu können.

Die physiotherapeutische Abteilung ist im Herz-Jesu-Krankenhaus Dernbach angesiedelt. Hier sind examinierte Therapeut*innen im Einsatz, um die kontinuierliche Wiedererlangung der Beweglichkeit nach dem orthopädischen Eingriff zu unterstützen. Auch die physiotherapeutische Behandlung erfolgt nach fest gelegten Standards.

Für die weiterführende Behandlung nach dem orthopädischen Eingriff spielt auch der Sozialdienst eine wichtige Rolle. Im Zentrum für Endoprothetik Dernbach stehen qualifizierte Mitarbeiter*innen zur Verfügung, die den bzw. die Patient*in über die weiteren Behandlungsschritte beraten und gemeinsam mit ihm die Anschlussheilbehandlung (Reha-Klinik) planen.

Die Sozialdienstmitarbeiter*innen nehmen rechtzeitig Kontakt mit der zuständigen Krankenversicherung auf, so dass die Reha-Behandlung direkt nach der Entlassung aus der stationären Behandlung durchgeführt wird.